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Ozontherapie

Bewährte Medizin mit Tradition:
Schon vor über 100 Jahren von Siemens erfolgreich eingesetzt, ist die Ozontherapie heute ein verlässliches und hochwirksames Mittel der modernen Praxis. Sie inaktiviert Viren, Bakterien und fördert spürbar die Wundheilung, stärkt die Immunabwehr, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und optimiert so den gesamten Zellstoffwechsel.

Was ist Ozon?

Ozon (O3) ist eine energiereiche Form des Sauerstoffs und in der Natur kennen wir es aus der Atmosphäre. Ozon (O3) ist ein dreiatomiges Sauerstoffmolekül, das sehr reaktionsfreudig ist. Die dreiwertige Sauerstoffverbindung ist allerdings ein instabiles Molekül, das temperaturempfindlicher ist als Sauerstoff (O2) und eine sehr niedrige Halbwertzeit hat. Das bedeutet, dass nach kurzer Zeit aus einem O3 Molekül wieder ein O2 Molekül und ein freies Sauerstoffatom (O) wird.

Für Patienten bedeutet dies, dass bei therapeutischen Anwendungen eine schnelle Wirkung eintritt, aber keine langfristige Speicherung im Körper erfolgt, was das Risiko für unerwünschte Wirkungen minimiert, jedoch eine exakte Dosierung und umgehende Anwendung erfordert. 

Wirkungen von Ozon

  • Hohe therapeutische Präzision & Sicherheit: Wegen des schnellen Zerfalls muss Ozon frisch produziert werden, was eine direkte Kontrolle über die Konzentration ermöglicht. Die Behandlung gilt bei korrekter Durchführung als risikoarm.

  • Keine langfristige Anreicherung: Da sich Ozon schnell wieder zu O2 (herkömmlichem Sauerstoff) umwandelt, verbleibt das Ozon nicht im Körper, wodurch allergische Reaktionen nahezu ausgeschlossen sind.

  • Wirkmechanismus: Ozon wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und verbessert die Durchblutung.

Wie entsteht Ozon?

Die Entstehung von Ozon (O3) benötigt den Einsatz von Energie. In der Atmosphäre wird z. B. bei der elektrischen Entladung eines Blitzes in einem Gewitter sehr viel Energie frei, welche u. a. bewirkt, dass Sauerstoffmoleküle (O2) gespalten werden. Die freien Sauerstoffatome sind sehr reaktionsfreudig und versuchen sich dann sofort wieder zu verbinden. Ein Teil der frei gewordenen Sauerstoff-Atome koppelt sich an den Sauerstoff (O2) an. So entsteht Ozon (O3). Durch die Energie der Sonnenstrahlen entsteht in der Stratosphäre ebenfalls Ozon.

Woran sich ein freies Sauerstoff-Atom letztlich bindet, ist auch eine Sache von Angebot und Nachfrage. Sauerstoffatome können Verbindungen mit anderen Stoffen eingehen, wie z. B. mit Stickstoff. Weil sich ein freies Sauerstoffatom mit anderen Stoffen verbinden kann, also mit vielen Stoffen reagieren kann, kann Ozon bereits im niedrig dosierten Bereich Wirkungen erzielen, etwa indem es die Produktion von Antioxidantien und Entgiftungsenzymen anregt.


 

Anfänge der Ozontherapie

  • 1783 – Martin v. Marum, ein Chemiker, nimmt beim Durchschlagen von Funken einen eigenartigen Geruch war.

  • 1839 – Christian Friedrich Schönbein, ein Chemiker und Physiker, bemerkt bei der Elektrolyse des Wassers ein eigentümlich riechendes Gas – er nannte es Ozon. Der deutsche Justus v. Liebig war einer der ersten Chemiker, der erkannte, dass Ozon ein modifizierter Sauerstoff ist.

  • 1857 – Werner v. Siemens baut eine gläserne Induktionsröhre mit dem Ziel, durch stille elektrische Entladung die Luft zu reinigen und Gerüche zu neutralisieren. Das erste „Ozongerät“ war entstanden.
    In den folgenden Jahren wurde entdeckt, dass Ozon eine desinfizierende Wirkung hat und durch Zufall erkannte man, dass in mit Ozon gereinigten Krankenzimmern Kinder mit Keuchhusten schneller gesund wurden. Worauf man weitere Forschungen anstellte.

 

Ozon als Heilmittel

Das medizinische Ozon ist ein Wirkstoff der, wie bereits oben erwähnt, nur eine sehr kurze Halbwertzeit hat. Deshalb kann er erst unmittelbar vor der Anwendung hergestellt werden. Dabei wird medizinal Sauerstoff in einem Gerät durch elektrische Entladung in einem geschlossenen System mit Hochspannung beaufschlagt. Der tatsächliche Ozonanteil in diesem medizinischen Sauerstoff-Ozon- Gasgemisch liegt je nach Einstellung für die gewünschte Therapie zwischen 0,01 und max. 5 Prozent.

Die Erythrozyten sind als Sauerstoffträger im Blut primärer Hauptreaktionspartner von Ozon. 

Die Wirkungen von Ozon auf den Körper

  • Stimuliert den Sauerstoffmetabolismus (verbessert die Sauerstoff-Versorgung des Gewebes)

  • Inaktivierung von Viren, Bakterien und Pilzen

  • Wundheilungsförderung

  • Stärkung der Immunabwehr

  • Verbesserung der Mikrozirkulation bzw. Fliesseigenschaften des Blutes

  • Verbesserung des Zellstoffwechsels mit vermehrter ATP Bildung (Adenosintriphosphat - kurz ATP - reguliert den Energiehaushalt der Zelle)

  • Erhöhung der arterio-venösen Sauerstoff-Differenz (bessere Sauerstoffausschöpfung im Gewebe)

Formen der Ozontherapie

  • Kochsalzlösung-Ozon Infusion

  • Grosse und kleine Eigenblutbehandlung

  • Injektion

  • Darmbegasung

  • Gehörgang Begasung

  • Vaginale Begasung

  • Ozonwasser- und Begasung zur Wundreinigung/-Behandlung.

Bei korrekter Anwendung durch geschulte Therapeuten ist diese Therapie nebenwirkungsfrei und ohne Umweltbelastung.

Wichtig:

In meiner Praxis wird ausschliesslich die evidenzbasierte niedrig dosierte Ozontherapie angewendet.

Ich distanziere mich ausdrücklich von der hochdosierten Ozontherapie und wende diese nicht an.

 

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