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Humane Medizin des Neuen - was verstehe ich darunter?

Aktualisiert: 20. Feb.

Eine menschliche Medizin des Neuen: Sanft – wissenschaftlich – zeitlos


 

So sanft wie möglich, so invasiv wie nötig


In der alternativen Medizin gibt es inzwischen immer mehr „aggressive“ Therapieansätze. Ärzte und Therapeuten sehen, dass viele Erkrankungen und Symptome immer hartnäckiger werden und greifen zu immer stärkeren Therapien. Damit ist gemeint, dass oft intensiver therapiert wird, als es nötig wäre. Gezielter statt intensiver, lautet hingegen mein Credo. In der Alternativmedizin gibt es viele Reiz-Regulations-Therapien und die Reize werden einfach stärker gemacht, oft auch über eine Aktivierung des Sympathikus. Doch unser Stressnerv ist häufig schon übermässig „in Betrieb“. Oder es wird «invasiver» therapiert, wie z.B. eine «Blutwäsche». Auch hier immer öfter mit den anderen Verfahren parallel. Solche Verfahren sind nicht immer unangemessen, aber auch nicht immer wohlüberlegt. Ich nenne das „einen Gaul, der schon lahmt, mit der Peitsche anzutreiben“. Solange noch Rest-Regulationsfähigkeit vorhanden ist, kann es zu einem vorübergehenden Erfolg kommen, um dann möglicherweise in einer Regulationsstarre zu enden.

 

Mein Ansatz: Gezieltes Ansetzen, so sanft wie möglich, so intensiv wie nötig und „die Nadel im Heuhaufen suchen“ - sprich die Ursache der körperlichen Symptome erurieren. Den Körper sanft und mit Respekt behandeln, ihm Zeit geben. Den Parasympathikus (Vagus) ins Boot holen und auch die Seele. Natürlich ist es nicht immer die eine Nadel im Heuhaufen, da wir erst Symptome bekommen, wenn mehrere Systeme in uns geschwächt sind.

 

Die Ergebnisse sind bei manchen dadurch langsamer zu erwarten, aber dafür in der Regel nachhaltiger und mit weniger Kosten verbunden. Heilung braucht Zeit. Manchmal hat ein Mensch auch schon viel Vorarbeit geleistet, seinen Körper und seine Seele bereits so gut behandelt, dass der Weg zum wieder wohl im Körper sein auch kurz und schnell sein kann.

 

Wissenschaftlich

 

Auch wenn Alternativmedizin nicht „Leitlinien-gerecht“ ist, so gibt es doch für mehr und mehr Methoden eine wissenschaftliche Evidenz. Das heisst, dass es Studien gibt in guter Qualität und Grösse, die die Wirksamkeit belegen. Wie zum Beispiel zu Ozon, welches bei sachgerechter Anwendung (dazu gehört nicht die Hochdosis/Hyperbare-Ozontherapie) quasi nebenwirkungsfrei, bzw. nur sehr leichte und vorübergehende Nebenwirkungen zeigt. Laut Studienlage gelten Ozon-Anwendungen im Niedrigdosisbereich sogar als nebenwirkungsfrei.

 

Zeitlos

 

Das artgerechte Behandeln des Körpers ist nicht von der aktuellen Lebensweise der Gesellschaft abhängig und keine Modeerscheinung. Auch wenn viele Menschen einen Bürojob haben, so haben wir doch einen Bewegungsapparat, der bewegt werden möchte.

 

Althergebrachte Therapien - dazu zähle ich unter anderem Fasten und auch manche ayurvedische Empfehlungen - dürfen auf ihre Angemessenheit im 21. Jahrhundert überdacht werden. Unsere Körper sind oft aus vielerlei Gründen bereits überlastet und Fasten kann eine körperliche Panik auslösen. Fast genauso umgekehrt in manchen ayurvedischen Ratschlägen: Hier kann der Verdauungstrakt auf eine Weise entlastet/geschont werden, dass er weiter degeneriert, wenn man diese Massnahmen zu lange durchführt.

 

Wer rastet, der rostet – Use it or lose it – Das gilt für alle unsere Organe.

 

Aber eben auch nicht über–lasten!

 

Die humane Medizin des Neuen ist wissenschaftlich, zeitlos und sanft. Sie strebt nicht primär nach raschen Erfolgen, sondern nach nachhaltiger Gesundwerdung und danach, das Körpersystem wieder in Balance zu bringen.



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